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Der Staat Israel ist schon seit langem als Talentschmiede für Softwareentwickler bekannt. Die beliebten
Messenger- und Telephonie-Programme ICQ, Y-Tender und Superbowl stammen aus der Feder isrealischer Programmierer, die
in zahlreichen Webseiten eingesetzte Skriptsprache PHP kommt von Zend Technologies aus Israel.
Doch was jetzt von dem kleinen Hackerteam "Hörde" aus Jerusalem entwickelt wurde, stellt alles bisher dagewesene
in den Schatten: Mit ihrer Software "Bergapfel" kann nahezu jeder Internet-Anwender überwacht werden. Es reicht aus,
einmal in Kontakt mit einem Nutzer des "Bergapfel"-Programms getreten zu sein (z.B. ihm eine E-Mail geschickt zu haben),
damit dieser fortan jeden einzelnen Schritt im Internet nachvollziehen kann.
Die Effekte der Quantenphysik
Die Software analysiert die Ober- und Unterschwingungen der einzelnen Bits. Gemäß der Gesetzen der
Quantenphysik sind Bits und Bytes sowohl Teilchen- als auch Wellenerscheinung. Jedes einzelne Bit enthält somit
zahlreiche verborgene Variablen, die unverfälschbar Auskunft über das absendende System geben. Diese Einzelbestandteile
der Bits, in der Fachwelt auch Leptonen (griechisch: leptos = leicht, fein) genannt, wurden bisher weitgehend
ignoriert. Man beschränkte sich darauf, die Information Null oder Eins aus einem einzelnen Bit auszulesen und jeweils
acht Bit zu einem Byte zusammenzusetzen.
Die Hacker von "Hörde" machten sich nun einen weiteren Effekt der Quantenmechanik zunutze: Die Eindeutigkeit
der Resonanzlinie. Dieses im Jahr 1969 von Dr. Karl Oberlack an der Universität Aplerbeck-Westerfilde entdeckte
grundlegende Prinzip der Quantenphysik besagt, daß innerhalb eines informationstechnisch zusammenhängenden Raumes
jede Quanteninformation nur einmal vorkommen kann.
Das weltweite Internet ist ein informationstechnisch zusammenhängender Raum. Folglich kann eine bestimmte
Subinformation eines Bits im gesamten Internet nur einmal vorkommen. Dabei verbreiten sich die Bestandteile der Bits
bis zu einer gewissen Unschärfe im gesamten Netz. Hat man nun einmal ein einzelnes Bit von einem Kommunikationspartner
erhalten und auf seine Welleneigenschaft untersucht, so hat man damit die eindeutigen Informationen, um danach auch
ohne bewußte Kommunikation jegliche Internet-Aktivität dieser Person aufzuspüren.
Es klingt wie eine schlechte Erfindung aus einem Science-Fiction-Roman, doch die Quantenphysik hält sich nicht
an das, was wir "gesunder Menschenverstand" nennen. In der mikroskopisch kleinen Welt der Quarks, der Nukleonen und
Photonen, der Subelemente der Bits, gelten andere Spielregeln. Daß man diese Spielregeln nur richtig ausnutzen
muß, um damit den umfassensten Überwachungsapparat zu schaffen, haben die Hacker mit ihrer auf den Namen "Bergapfel"
getauften Software jetzt bewiesen.
Die kindersichere Hacker-Software
So grundlegend die vom Hackerteam "Hörde" umgesetzten quantenmechanischen Analysen sind, so sehr steckten sie
auch Aufwand in eine klar strukturierte, intiutiv bedienbare und universell einsetzbare Oberfläche ihrer Software.
Zunächst gibt es für den Angreifer, eine Kommunikationsverbindung von seinem Opfer zu erhalten. Hierzu kann "Bergapfel"
als Mailserver, als VoIP-Server (Voice-over-IP) oder als Server für Instant-Messaging-Dienste fungieren. Es ist auch
möglich, Briefe oder ausgedruckte E-Mails des Opfers einzuscannen, um damit quasi die Witterung aufzunehmen.
Hat das Programm einmal Witterung aufgenommen (genauer: sind die quantenmechanischen Parameter des Opfer-Rechners
bekannt), so kann man jede beliebige mit dem Internet zusammenhängende Aktivität des Opfers verfolgen. Dazu bietet
das Programm zahlreiche Einstellmöglichkeiten: Es können alle Tastatureingaben aufgezeichnet werden, die besuchten
Webseiten, alle verschickten und empfangenen E-Mails, alle Voice-Gespräche, alle Messenger-Verbindungen. Die Inhalte
aller Speichermedien können nach verschiedenen Kriterien (z.B. Dateitypen) klassifiziert werden.
Es ist kein Schutz möglich
Noch ist die Software "Bergapfel" nur in kleinen Kreis verfügbar. Doch die Büchse der Pandorra ist damit
geöffnet. Gegen diese Art der Überwachung ist schließlich kein Kraut gewachsen.
Im Gegensatz zu bisherigen Methoden der Überwachung von Computer wird diesmal auf den Rechner des Opfers nichts
verändert. Da ist kein Virus, kein trojanisches Pferd oder eine andere Schadsoftware, die der Nutzer erkennen
und entfernen könnte. Statt dessen werden die Effekte der Quantenphysik genutzt, um über das Internet die
Inhalte von Festplatten, um die Daten der Eingabe- und Ausgabeschnittstellen des Rechners zu rekonstruieren.
Wie ein Radioteleskop in die Weiten des Weltalls hineinhört, um Erkenntnisse über fremde Sterne und Planeten zu
erhalten, ohne daß die eventuell dort lebenden Intelligenzen das je erfahren, so lauscht die Software in das Internet
und erfährt nahezu alles über das Opfer, ohne daß dieses das irgendwie bemerken kann. Einziger Lichtblick: Verändern
läßt sich mit dieser Technik auf dem Rechner des Überwachten nichts.
Eine Art "quanten-sicherer Computer", der auch gegen diese neue Qualität des Abhörens sicher ist, wird es nicht
geben können. Es sei denn, es stellt sich doch noch ein Fehler in der Quantenphysik heraus. Doch damit ist nach
dem derzeitigen Stand der Wissenschaft nicht zu rechnen. Wir werden uns damit also damit abfinden müssen, daß zukünftig
jeder jeden belauschen kann, daß kein Mensch im Internet mehr ein Geheimnis vor einem anderen Menschen haben kann.
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